Erfahrungen aus der Unternehmensführung: Wissenswertes und Tipps

Nachdem ich vor ein paar Jahren meine eigene Firma gegründet habe, stand ich als frisch gebackener Jungunternehmer am Beginn meiner Selbstständigkeit. Auf einmal musste ich mich vielen neuen Herausforderungen stellen und sah mich unter anderem mit der Mammut-Aufgabe konfrontiert, mein Unternehmen richtig zu führen. In meinem Erfahrungsbericht möchte ich etwas aus dem Nähkästchen plaudern, wie ich es geschafft habe, diese Aufgabe von Anfang an recht souverän zu meistern und anderen Jungunternehmern einige Tipps mit auf den Weg geben.

1. Den Businessplan umsetzen

Unmittelbar nach der Gründung meines Unternehmens musste ich mich zuerst einmal mit den in meinem Businessplan festgelegten Strategien und zielen auseinandersetzen, damit ich damit beginnen konnte, diese schrittweise umzusetzen. Konkret bedeutete das für mich, aktiv zu werden und Kunden zu werben. Wichtig ist dabei vor allem, nicht darauf zu warten, dass das Telefon von alleine klingelt, sondern direkt auf potenzielle Kunden zuzugehen. Gleichzeitig sollte man auch die Unternehmens-Finanzen stets im Blick behalten.

2. Ein stimmiges Marketingkonzept entwickeln

Da die Kundengewinnung für jeden Unternehmer das A und O ist, musste ich mir nach der ersten, anfänglichen Kundenakquise Gedanken über geeignete Marketingmaßnahmen machen und mir zunächst einen Überblick verschaffen, welche Akquisemethoden und Werbemöglichkeiten überhaupt für mich und mein Unternehmen infrage kommen, um ein stimmiges Marketingkonzept zu entwickeln. Ich habe mich neben dem Direktmarketing zunächst für folgende weitere Maßnahmen entschieden:

  • Printwerbung (z.B. Visitenkarten, Flyer)
  • Online-Marketing (z.B. Webseite, Facebook)
  • Werbeartikel und Give-aways

Sinnvolle Marketingmaßnahmen verhelfen jedem Unternehmen auf lange Frist zu mehr Erfolg, da man Kunden damit gezielt auf sich aufmerksam machen kann.

3. Pressekontakte knüpfen

Junge Unternehmen können darüber hinaus in hohem Maße von der Berichterstattung in den Medien profitieren. Daher habe ich Kontakt zu Journalisten und der Presse aufgenommen. Man benötigt dafür zwar ein bisschen Geduld, aber der Aufwand kann sich durchaus lohnen, wenn die eigene Pressemitteilung auf einmal in der lokalen Tageszeitung abgedruckt wird.

4. Den Finanz-Überblick behalten

Um die Finanzlage meines Unternehmens von vornherein stets umfassend im Blick zu behalten, habe ich mir überlegt, wie ich meine Rechnungsstellung, die Auftragsbearbeitung und die Buchhaltung zunächst selbst in die Hand nehmen kann. Im Zuge meiner Internet-Recherche bin ich auf einige praktische Buchhaltungssoftwares gestoßen, wovon sich insbesondere dieses Programm der Firma Lexware als besonders funktionsreich und bedienfreundlichen erwiesen hat. Mit der praktischen und übersichtlichen Unternehmenssoftware konnte ich meine gesamte Buchhaltung einschließlich Jahresabschluss und Steuererklärung sowie Rechnungsstellung, Auftragsbearbeitung und noch vieles mehr schnell und einfach selbst erledigen.

5. Unterstützung ins Boot holen

Nachdem mein Kundenstamm gewachsen war und die anfallenden Aufgaben mit der Zeit immer mehr wurden, kam ich irgendwann nicht mehr darum herum, mir Unterstützung ins Boot zu holen. Sobald man damit beginnt, im eigenen Unternehmen Mitarbeiter einzustellen, sollte man im Blick haben, dass man dazu verpflichtet, diese bei folgenden gesetzlichen Versicherungen zu melden:

  • Rentenversicherung
  • Krankenversicherung
  • Pflegeversicherung
  • Arbeitslosenversicherung

Außerdem wichtig zu wissen: Bei Minijobbern muss man die Minijobzentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See informieren. Darüber hinaus muss man mit dem ersten Angestellten Mitglied der Berufsgenossenschaft werden, damit die gesetzliche Unfallversicherung gewährleistet ist.

6. Flexibel bleiben

Was ich insbesondere in der Anfangsphase nach meiner Unternehmensgründung gelernt habe: Als Jungunternehmer muss man immer flexibel auf alle Eventualitäten und Anforderungen reagieren können. Ein wichtiger Punkt dabei ist, sich stets am Businessplan zu orientieren, gleichzeitig aber auch nicht zu starr daran festzuhalten. Wird zum Beispiel die Produktion zu teuer, sollte man womöglich auf andere Rohstoffe zurückgreifen. Außerdem sollte man allgemein immer genügend finanzielle Rücklagen haben, falls doch einmal uneingeplante Kosten anfallen.

Fehler, die man als Jungunternehmer vermeiden sollte

Im Durchschnitt verschwinden fast 50 Prozent aller neugegründeten Unternehmen innerhalb der ersten fünf Jahre wieder von Bildfläche und müssen ihre Tätigkeiten einstellen. Grund dafür sind häufig folgende Fehler:

  • Viele Unternehmer haben lediglich ihr Produkt bzw. Dienstleistungen im Blick und vernachlässigen die Bedürfnisse ihrer Kunden.
  • Zahlreiche Unternehmen haben gerade für die ersten Monate ihres Bestehens, in denen sie wenig Geld verdienen, nicht genügend Finanz-Reserven und gehen in die Insolvenz.
  • Oft sind mangelnde BWL-Kenntnisse der Grund für das Scheitern junger Gründer.
  • Häufig fehlt neu gegründeten Firmen ein Alleinstellungsmerkmal, mit dem sie sich von ihren unmittelbaren Konkurrenten auf dem Markt abheben können.

Fazit

Jeder Jungunternehmer, der mit seiner Firma noch ganz am Anfang steht, wird zunächst einmal von einer ganzen Flut unbekannter Aufgaben überrollt. Sollte man einmal nicht mehr weiter wissen, kann man sich von unterschiedlichsten Seiten Hilfe holen und sich beispielsweise an einen Unternehmensberater oder andere Stellen wenden. Wenn das eigene Unternehmen am Ende Erfolg hat, werden sich all die Mühen in jedem Fall nicht nur in finanzieller Hinsicht auszahlen, sondern man kann noch dazu richtig stolz auf sich sein!