Schwankungen beim CPC in Google AdSense

Seit Anfang des Jahres experimentiere ich auf der Seite meines Scrabble Helper intensiv mit Google AdSense. Dabei gehe ich wortwörtlich durch Höhen und Tiefen und nutze diesen Artikel um meine Erfahrungen mit Google AdSense zu schildern.

Einnahmen mit Google AdSense

Alle die bereits Erfahrungen mit AdSense gemacht haben können gleich zum nächsten Absatz springen. Für alle anderen hier eine kleine Einführung.

Google AdSense ist quasi DAS Werbenetzwerk im Internet und das wirtschaftliche Standbein von Google. Ein überragender Anteil der auf Webseiten aus aller Welt ausgelieferten Werbeanzeigen wird über Google AdSense ausgeliefert. Nachdem ich nun schon mehrere Anbieter ausprobiert habe kann ich feststellen, dass ich bei Google AdSense bisher den besten Umsatz erzielt habe.

Umsatz pro Klick

Bei den meisten über Google AdSense ausgelieferten Anzeigen erzielt der Betreiber der Webseite einen Umsatz, wenn jemand auf eine Anzeige klickt. Der Werbetreibende bezahlt entsprechend pro Klick, hat also Kosten-pro-Klick oder auf englisch Costs-per-Click, weshalb diese Form auf beiden Seiten auch als CPC bezeichnet wird.

Google kann recht genau feststellen, ob es der Webseitenbetreiber selbst war oder die Klicks auf andere Art und Weise künstlich erzeugt wurden. Dadurch verringert sich das Risiko für den Werbetreibenden für uninteressierte Besucher zu bezahlen.

Werbung im Interesse der Besucher

Wer aufmerksam die Datenschutz-Diskussion verfolgt, der wird am Rande auch gehört haben, warum die Datensammlungen für Unternehmen wie Google und Facebook so wichtig sind. Je mehr diese Unternehmen über uns wissen, desto mehr passen die ausgelieferten Banner zu uns. Entsprechend klicken wir öfter darauf bzw. kaufen die beworbenen Produkte. So diskutabel das für den Datenschutz ist, desto besser ist das für die am direkten Vorgang beteiligten. Je häufiger nämlich auf die Anzeigen geklickt wird, desto mehr verdienen wir. Ein Test verschiedener Anbieter auf www.word-grabber.com hat gezeigt, dass die meisten sich nur den Inhalt der Webseite ansehen und entsprechend Anzeigen zum Thema Online-Gaming ausliefern. Google liefert hingegen Anzeigen, die zu meinem bisherigen Surfverhalten passen.

Schwankungen beim CPC

Es ist noch zu früh, meine Erfahrungen mit Anzeigenplatzierungen oder Benutzerdefinierten Channels zu teilen. Dazu fehlen mir noch viele Vergleichsdaten. Ein Thema hat mich aber in den letzten vier Wochen sehr intensiv beschäftigt und kann auch für andere Publisher interessant sein: Schwankungem beim CPC.

Publisher erhalten auf Ihrer AdSense Übersicht die Angabe des durchschnittlichen CPC. Dies kann nach Anzeigengröße, Webseite, Anzeigetyp und weiteren teils selbst definierten Kanälen ausgewertet werden. Dabei habe ich in den letzten Wochen einen Sturzflug beobachtet. Der CPC von einigen Anzeigen ist auf 33% gesunken. Die Gesamteinnahmen sind damit auf 50% gesunken, obwohl alle anderen Faktoren unverändert geblieben sind.

Das Bild unten zeigt die Entwicklung des CPCs in den letzten 60 Tagen. Die Talfahrt beginnt um den 1. April.

Mein CPC in den letzten 60 Tagen

Ursachen für schwankende CPC

Wenn Faktoren wie Größe, Anzahl und Platzierung der Anzeigen gleichgeblieben sind, was ist dann die Ursache für die gesunkenen CPC? Ich habe mich dazu durch eine Vielzahl an entsprechenden Forenbeiträgen, Blogartikeln und sonstigen Veröffentlichungen gewühlt. Zwei Gründe ziehe ich jetzt für die Schwankungen in Betracht:

a) mein CPC war eher hoch

Nach einem Gespräch mit einem anderen Gründer und dem Austausch von Zahlen habe ich gemerkt, dass meine Einnahmen vor dem Einbruch wohl über dem Durchschnitt lagen. Es kann also sein, dass ich in den ersten drei Monaten des Jahres einfach verwöhnt wurde.

b) saisonale Schwankungen

Ein weiterer Grund sind saisonale Schwankungen. Facebook hat dies gerade bei der Veröffentlichung seines Quartalsberichtes als Ursache für den Umsatzrückgang bezeichnet. Aus den Vorjahren weiß ich auch, dass der April immer der schwächste Online-Monat ist. Ich blicke also optimistisch in die Zukunft.

Google selbst hat übrigens einen Beitrag zum Thema schwankender Umsatz bei AdSense Einnahmen, den ich leider erst spät gefunden habe. Der gibt zwar keine wirklichen Insides und hat mir nicht zur Verbesserung geholfen, bietet aber einen guten ersten Überblick.

AdSense Optimierung

Das Thema Optimierung von AdSense Anzeigen ist eines für sich und werde ich vielleicht in ein paar Monaten kompetenter beschreiben können. Hier nur soviel, dass die Anzeigenplatzierung und -größe unbedingt getestet werden sollte. Ich arbeite aktuell an einem eigenen A/B-Verfahren. Keinen Effekt hatte bei mir die Platzierung der Anzeigen im Quellcode. Auch nach dem Tausch von Anzeigen im Quellcode und deren Platzierung über CSS konnte ich keine Änderungen der CPC feststellen.

Bildquellen

  • Schwankungen beim CPC von Google AdSense: Bildrechte beim Autor

2 Gedanken zu „Schwankungen beim CPC in Google AdSense“

  1. Hallo,

    also Punkt a) finde ich eher nicht aussagekräftig, eine Überbewertung gibt es in diesem Sinne nicht…

    Klar geben die großen Konzerne deutlich mehr für Adwords aus, wenn die Leute am PC sitzen, gerade in speziellen Phasen wie Weihnachtsgeschäft ist der CPC deutlich höher. Und ja wir sind verwöhnt von den letzten Monaten…erst im Juli wird es wieder zu einer deutlichen Steigerung kommen…

    Bei mir merke ich einen deutlichen Klick und Besucherrückgang gerade jetzt im April, der CPC hingegen ist sogar wieder gestiegen.

    • Hallo Herr Sehm, vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn ich das vergangene Jahr zurückschaue, dann sind die Klickpreise deutlichen Schwankungen unterlegen. Dieser April ist aber außerordentlich schlecht. Ich vermute, dass wir uns alle jetzt so sehr auf den Sommer gefreut haben, dass uns nichts am Rechner hält 😉

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